Blickpunkt

Färricha

Schafe schären in Mund 1913
Schafe schären in Mund 1913

Während der Sommermonate weiden die Schafe auf den höher gelegenen Alpweiden der Belalp und im Inneren Aletschji. Ende Sommer werden sie auf dem spektakulären Weg zurück auf die Belalp geführt. Dort wird jährlich im September das traditionelle Schäferfest «Schäful» gefeiert. Am Tag nach dem Fest werden die Schafe zur Schafscheid in  die «Färricha» aus Steinen gemauerten Gehege geführt, wo sie ihren Besitzer:innen zugeteilt werden.

Wati Pfammatter beim Schären seiner Schafe mit der Handschere.
Wati Pfammatter beim Schären seiner Schafe mit der Handschere.

Die Schwarznasen

Die Zucht des Walliser Schwarznasenschafs hat im Oberwallis eine lange Tradition. Die robuste Schafrasse wurde für die Fleischproduktion gehalten, während das dichte, weisse Wollkleid jährlich geschoren wurde, um Wolle zu gewinnen. Diese wurde mit der Handspindel oder dem Spinnrad zu Garn versponnen und zu Textilien verarbeitet. 

Schwarznasenschafe in Blatten.
Schwarznasenschafe in Blatten.

Die Zucht des Walliser Schwarznasenschafs hat im Oberwallis eine lange Tradition. Die robuste Schafrasse wurde für die Fleischproduktion gehalten, während das dichte, weisse Wollkleid jährlich geschoren wurde, um Wolle zu gewinnen. Diese wurde mit der Handspindel oder dem Spinnrad zu Garn versponnen und zu Textilien verarbeitet.

In der Region Naters entstanden im Laufe der Zeit Schafzuchtgenossenschaften, in denen sich Züchter:innen zusammenschlossen und ihre Erfahrungen austauschten. Ein Höhepunkt im Zuchtjahr sind die jährlichen Viehschauen im Herbst. Dort werden die Tiere nach festgelegten Kriterien beurteilt und einzelne Schafe ausgezeichnet.

Anna Jossen beim Spinnen der Schafswolle mit dem Spinnrad. (Foto: Familie Jossen)
Anna Jossen beim Spinnen der Schafswolle mit dem Spinnrad. (Foto: Familie Jossen)