Living Commons
Der Berg ist mehr als Landschaft. Er ist Kulturland, Lebensraum und Arbeitsort – und ein Ort voller Geschichten.
Seit Jahrhunderten leben Menschen in alpinen Regionen und haben gelernt, sich an die besonderen Bedingungen dieser oft rauen Umwelt anzupassen. Dabei wurden Wasser, Wald und Alpweiden nicht nur privat genutzt, sondern auch gemeinschaftlich verwaltet und bewirtschaftet.
Diese Gemeingüter, auch Commons genannt, sind in der Region Naters bis heute im Besitz von Geteilschaften und Burgerschaften. Wie diese Commons die alpine Lebenswelt geprägt haben und bis heute prägen, zeigt dieses digitale Museum.
Erkunden Sie das lebendige Kulturerbe der Commons auf unserer interaktiven Karte.
Was heute als Commons bezeichnet wird, ist im Wallis seit Jahrhunderten gelebte Praxis. Lebenswichtige Ressourcen wie Wasser, Wald und Alpweiden gehören nicht Einzelnen, sondern werden vielerorts gemeinschaftlich und nach strengen Regeln verwaltet und genutzt. Gemeingüter werden somit nicht durch den Staat oder den Markt verwaltet, sondern von den lokalen Gemeinschaften selbst organisiert.
Im Wallis sind kollektive Körperschaften wie Geteilschaften oder Burgerschaften weitverbreitet. Sie regeln seit Jahrhunderten die gemeinsame Nutzung der Gemeingüter, wie den Unterhalt der Wasserleitungen Suonen, die Verteilung der Alprechte oder die Bewirtschaftung des Waldes.
Mit dem gesellschaftlichen und technischen Wandel sowie der Modernisierung der Landwirtschaft hat sich das Leben der Bergbauern seit den 1960er Jahren stark verändert, was neue Herausforderungen für den Umgang mit den Commons und das Leben am Berg mit sich bringt.
Besuchen Sie die Region und erwandern Sie über 50 Blickpunkte, die Sie über einen QR-Code dazu einladen, gesammelten Geschichten direkt vor Ort zu erleben. Somit erfahren Sie viel Wissenswertes und gewinnen so Einblicke in die lebendigen Traditionen, die den Berg bis heute prägen.
Die charakteristischen Holzbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert im historischen Dorfkern von Blatten. «Stadul», «Spiicher», Stall, «Schiir» und «Hiischi» waren eigenständige Bauten, die im landwirtschaftlichen Alltag der Bergbauernfamilien jeweils eine eigene Aufgabe erfüllten. Entdecken Sie jetzt bei einem Dorfrundgang vor Ort die traditionellen Bauten und ihre Geschichte.