Blickpunkt

Alp Äbnet - Wildheuen an steilen Hängen

Bergbauern beim Wildheuen rund um die Alp Äbnet.
Bergbauern beim Wildheuen rund um die Alp Äbnet.

Die Alpe Äbnet liegt im Baltschiedertal und war wie Eril und die Honalpa eine Geteilenalp. Sie verfügte früher über 103 Kuhrechte, die mehrheitlich Familien aus Mund sowie aus den benachbarten Gemeinden gehörten.

Bis 1968 wurde die Alp mit Milchvieh bestossen. Im letzten Alpsommer sömmerten hier noch 13 Kühe und 13 Stück Jungvieh. Danach endete die traditionelle Milchwirtschaft auf der Alpe Äbnet. Heute wird sie von Privaten als Schaf- und Ziegenalp genutzt.

Heuen im steilen Gelände.
Heuen im steilen Gelände.

Wildheuen an den steilen Hängen

Die Alpweiden rund um Äbnet gehören zu den steilsten im Oberwallis. Da Winterfutter kostbar war, mähten die Bauern auch Gras an steilen und schwer zugänglichen Hängen, die nicht als gewöhnliche Wiesen bewirtschaftet werden konnten. Dieses sogenannte Wildheu wurde von Hand mit der Sense geschnitten und getrocknet.

Die Arbeit im steilen Gelände war mühsam und oft gefährlich. Teilweise musste das Heu mit Seilen gesichert werden, damit es nicht den Hang hinunterrutschte. Jeder zusätzliche Heuvorrat half, mehr Vieh durch den langen Winter zu bringen.