Im geschichtsträchtigen Zehndenstadel vom Mund, befindet sich das Safranmuseum.
Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1437 und gehört zu den ältesten Holzgebäuden der Schweiz. Das Museum zeigt die Safrankultur von der harten Arbeit auf dem Acker bis zur kulinarischen Spezialität.
«Im Safranmuseum erfahren Besucher Wissenswertes über den Anbau und die Ernte des Safrans und erfahren Spannendes zur Einmaligkeit der Munder Safrankultur.»
Eine Besonderheit der Munder Landwirtschaft ist die Doppelkultur von Safran und Winterroggen. Beide Pflanzen wachsen auf demselben Acker: Im Herbst blüht der Safran zwischen dem jungen Roggen, während dieser erst im folgenden Sommer geerntet wird. Früher bildete der Roggen ein wichtiges Grundnahrungsmittel, während der kostbare Safran einen zusätzlichen Ertrag brachte. So konnte die knappe Ackerfläche doppelt genutzt werden.
Mund ist der einzige Ort in der Schweiz, wo nach jahrhundertelanger Tradition heute noch das kostbare Gewürz des Safrans angepflanzt wird. Der wertvolle «Crocus sativus» wächst auf einer Fläche von rund 18‘000 Quadratmetern auf dem schönen und sonnigen Hochplateau. Hinter jeder einzelnen Safranblüte steckt viel Geduld und Fleiss.
Zwischen 30 und 1‘000 Blumen werden in der Saison während Oktober und November täglich geerntet. Aus den Stempeln ihrer Blüten wird das kostbare Gewürz gewonnen. Jedes Jahr produziert die Munder Safranzunft in aufwändiger Handarbeit zwischen einem und vier Kilo Safran. Jetzt ist klar, warum sich alle um das «rote Gold» aus Mund reissen.
Mit der neu eingeführten Gästekarte ist der Eintritt ins Safranmuseum kostenlos.